Reparatur25. März 2025· 5 Min Lesezeit

Datenrettung beim Handy – sind Ihre Fotos und Kontakte noch zu retten?

Das Handy ist kaputt, lässt sich nicht mehr einschalten – und die Fotos der letzten Jahre, wichtige Kontakte und WhatsApp-Chats sind nicht gesichert. Für viele Menschen ist der Datenverlust schlimmer als der Geräteschaden selbst. Die gute Nachricht: In vielen Fällen lassen sich die Daten noch retten. Wir erklären, wann das möglich ist und wie der Prozess bei HandySchwan abläuft.

Wann ist eine Datenrettung möglich?

Die Chancen auf eine erfolgreiche Datenrettung hängen vor allem davon ab, was genau kaputt ist. Grundsätzlich gilt: Solange der Speicherchip des Geräts intakt ist, lassen sich Daten in den meisten Fällen retten.

  • Displayschaden (kein Bild, Touch funktioniert nicht): Sehr gute Chancen. Die Daten auf dem Speicher sind nicht betroffen. Oft reicht es, ein temporäres Display anzuschließen, um die Daten zu übertragen.
  • Wasserschaden: Gute Chancen, wenn schnell gehandelt wird. Nach professioneller Reinigung der Platine lässt sich das Gerät oft wieder starten. Auch wenn das Gerät selbst nicht mehr reparabel ist, kann der Speicherchip intakt sein.
  • Lässt sich nicht einschalten: Mittlere bis gute Chancen. Ursachen können ein defekter Akku, eine beschädigte Ladeplatine oder ein Softwarefehler sein – alles behebbar.
  • Sturzschaden mit Platinenschaden: Schwierig, aber nicht unmöglich. Wenn die Hauptplatine gebrochen ist, kann in spezialisierten Labors eine Chip-Transplantation versucht werden.
  • Komplett verbrannt oder zerdrückt: Leider meist aussichtslos. Wenn der Speicherchip physisch zerstört ist, sind die Daten verloren.

Displayschaden vs. Wasserschaden – der Unterschied bei der Datenrettung

Bei einem reinen Displayschaden ist die Datenrettung vergleichsweise einfach. Das Gerät funktioniert – man sieht nur nichts oder kann es nicht bedienen. Wir schließen ein Testdisplay an, entsperren das Gerät mit Ihrem Code und übertragen die Daten per USB auf einen Computer oder eine externe Festplatte.

Bei einem Wasserschaden ist mehr Aufwand nötig. Zuerst muss die Platine gereinigt und getrocknet werden. Dann wird geprüft, ob sich das Gerät starten lässt. Gelingt das, werden die Daten gesichert. Gelingt es nicht, muss der Speicherchip direkt ausgelesen werden – ein aufwändiger Prozess, der spezielle Ausrüstung erfordert.

So läuft die Datenrettung bei HandySchwan ab

Wenn Sie mit einem defekten Gerät zu uns kommen, gehen wir folgendermaßen vor:

  • Schritt 1 – Diagnose: Wir untersuchen das Gerät und bewerten die Chancen auf eine erfolgreiche Datenrettung. Das dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten und ist kostenlos.
  • Schritt 2 – Kostenvoranschlag: Sie erfahren vorab, was die Rettung voraussichtlich kostet. Erst wenn Sie zustimmen, beginnen wir mit der Arbeit.
  • Schritt 3 – Datenrettung: Je nach Schadensart reparieren wir das Gerät temporär oder lesen die Daten direkt aus.
  • Schritt 4 – Übergabe: Wir übertragen Ihre Daten auf einen USB-Stick, eine Festplatte oder Ihren Computer. Sie erhalten eine Liste der geretteten Dateien.

Was kostet eine Datenrettung?

Die Kosten bei HandySchwan richten sich nach dem Aufwand:

  • Einfache Datenrettung (Displayschaden): ab 69 Euro
  • Mittlere Datenrettung (Wasserschaden, Ladedefekt): ab 89 Euro
  • Komplexe Datenrettung (Platinenschaden): ab 129 Euro

Wichtig: Wenn wir keine Daten retten können, zahlen Sie nur die Diagnosegebühr. Wir berechnen die Datenrettung nur im Erfolgsfall.

So beugen Sie Datenverlust vor

Die beste Datenrettung ist die, die Sie nie brauchen. Mit regelmäßigen Backups sind Ihre Daten auch bei einem Totalschaden sicher:

  • iPhone: Aktivieren Sie das automatische iCloud-Backup unter Einstellungen → Ihr Name → iCloud → iCloud-Backup. Apple bietet 5 GB kostenlos an, für 0,99 Euro pro Monat gibt es 50 GB.
  • Android: Nutzen Sie Google One Backup unter Einstellungen → System → Sicherung. Google bietet 15 GB kostenlosen Speicher.
  • Fotos: Aktivieren Sie Google Fotos oder iCloud Fotos für die automatische Synchronisierung. So sind Ihre Bilder auch auf anderen Geräten verfügbar.
  • WhatsApp: Aktivieren Sie das Chat-Backup in den WhatsApp-Einstellungen (entweder in Google Drive oder iCloud). Stellen Sie die Frequenz auf „Täglich" ein.
  • Kontakte: Synchronisieren Sie Ihre Kontakte mit Google oder iCloud. So sind sie automatisch in der Cloud gesichert.

Brauchen Sie Hilfe bei der Einrichtung?

Falls Sie sich bei der Einrichtung von Backups unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne. Kommen Sie einfach mit Ihrem Smartphone bei uns vorbei – wir richten Cloud-Backup, Fotosicherung und WhatsApp-Backup für Sie ein. Dieser Service ist Teil unserer Einrichtungshilfe und dauert nur wenige Minuten. Sie finden uns an der Schwanthalerstraße 5 in München.

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